Woche 1 in der Werkstatt- Nähen will gelernt sein!


Am 8. März 2021 war es soweit. Pünktlich zum Weltfrauentag (ist das nicht schön?!) starteten wir endlich ganz offiziell The Bloom Project.

Frühmorgens holten wir Ilona K. am Bahnhof ab, um gemeinsam in einen Nachbarkanton zu fahren. Dort steht das Schutzhaus mit dem wir Zusammenarbeiten dürfen. Unter den Bewohnerinnen des Hauses sind alle Altersklassen vertreten. Eines haben die Frauen aber gemeinsam: Sie alle wollen einen Neuanfang. Rotlichtmilieu, Gewalt, Menschenhandel sind Teil Ihrer Vergangenheit. Und: ihnen fehlen die wichtigen Voraussetzungen, um auf dem Arbeitsmarkt Fuss zu fassen und haben es deshalb extrem schwer eine Anstellung zu finden.


In besagten Haus haben sie nun einen Ort der Zuflucht gefunden. Sie erhalten Sprachkurse, Unterstützung in der Jobsuche und/oder administrativen Dingen. Auch betreibt das Haus eine kleine Firma, um die Frauen während ihrer Rehabilitationszeit zu beschäftigen und sie somit finanziell zu unterstützen. Die Interne Beschäftigungsmöglichkeit für die Bewohnerinnen reicht jedoch nicht als Ersatz für eine Arbeitsstelle auf dem freien Arbeitsmarkt.

Hier kommen wir ins Spiel. Wir wollen diese Frauen unterstützen, indem wir sie befähigen und dann schrittweise in unsere Produktion mit einbeziehen. Die Frauen lernen neue Skills, erhalten eine sinnvolle (und schöne) Aufgabe und zugleich einen finanzielle Entschädigung.


USERE HELDIN DER WOCHE:

ILONA KOLLBRUNNER

Ilona ist ausgebildete Schneiderin und Architektin. Seit Langem ist sie Sozial engagiert und hat sich für unseres Projekt bereit erklärt, die Frauen im Haus ins Nähen einzuführen.

Ein mal wöchentlich für 1.5 Monate ist sie 3 Stunden unterwegs, um den Frauen den Einstieg in unsere Produktion zu ermöglichen.










Wir haben sie gefragt: Wieso hast du dich entschieden im The Bloom Project mitzuhelfen?

Ilona K: Weil ich Frauen bestärken möchte. Dies auf ganz praktische Weise indem ich ihnen beibringe was ich kann

Und so war dann der Start:

Unsere ersten zwei Tage waren sehr spannend. Wir wurden von den Frauen herzlich Willkommen geheissen. Die Reaktionen zu unserem Vorhaben waren verschieden - von grosser Begeisterung bis zu misstrauischen Blicken war alles dabei. Dann kam das grosse Chaos. Mit Frauen zu nähen, die verschiedene Sprachen sprechen und zu einem grossen Teil noch nie an einer Nähmaschine gesessen sind ist - naja...eine Herausforderung. Mit viel Geduld navigierte Ilona die Frauen durch die erste Lektion. Am Ende des Tages war das Misstrauen kleiner und der Frust über die Maschinen (die einfach nicht machen was man will) ebenso. Wir konnten zusehen, wie im Verlauf dieser ersten Tage die Frauen richtig aufblühten und eine leise Begeisterung sich ausbreitete. Als die ersten selbstgenähten Scrunchies dann fertig und alle Finger noch dran waren, sahen wir auch so einige stolze Frauenaugen strahlen. Unser Wochenziel war somit erstmal erreicht.



Das Schutzhaus von dem die Rede ist gehört zu einem Partner-Verein, der sich für Frauen einsetzt und bewusst, zur Sicherheit der Frauen, anonym gehalten wird.


Die ScrunShes, die als Collab mit LILABLUM mit den Frauen genäht werden, können bereits bestellt werden!






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